Budgetpolitik – Stabilität – soziale Fairness

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

die aktuellen Entwicklungen in Österreich und in der Welt geben Anlass, innezuhalten und die Zusammenhänge zwischen Politik, Wirtschaft und unserem täglichen Leben bewusster wahrzunehmen.

Die Diskussionen über Doppelbudget für 2027 und 2028 zeigen deutlich, unter welchem finanziellen Druck der Staat steht. Steigende Ausgaben in vielen Bereichen – von Sicherheit über Energie bis hin zu sozialen Leistungen – treffen auf begrenzte Spielräume. Gerade wir Pensionistinnen und Pensionisten spüren sehr genau, wie wichtig eine nachhaltige und verantwortungsvolle Budgetpolitik ist, die Stabilität sichert und gleichzeitig soziale Fairness gewährleistet.

Ein wesentlicher Faktor für diese angespannte Lage sind die anhaltenden kriegerischen Konflikte in verschiedenen Regionen der Welt. Kriege wirken heute weit über ihre unmittelbaren Schauplätze hinaus. Sie beeinflussen Energiepreise, Inflation, Lieferketten und damit letztlich auch die Kaufkraft und Lebenshaltungskosten jedes Einzelnen von uns. Was weit entfernt beginnt, wirkt sich direkt auf unseren Alltag aus – im Supermarkt, bei den Heizkosten und in der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheit.

Diese Unsicherheiten führen verständlicherweise bei vielen Menschen zu Unzufriedenheit und Sorgen. In solchen Phasen gewinnen politische Ränder – sowohl links als auch rechts – zunehmend an Zustimmung. Dabei zeigt ein Blick in die Geschichte sehr deutlich, dass politische Extreme selten Lösungen gebracht haben. Vielmehr waren sie in vielen Fällen Ausgangspunkt für Spaltung, Instabilität und letztlich für großes menschliches Leid.

Gerade deshalb ist es wichtig, den Weg der Vernunft, der Mitte und des respektvollen demokratischen Miteinanders zu stärken. Verantwortung, Ausgleich und soziale Sicherheit müssen im Zentrum politischer Entscheidungen stehen. Als FCG-Pensionisten sehen wir es als unsere Aufgabe, diesen Dialog konstruktiv zu begleiten und uns für jene Werte einzusetzen, die unser Zusammenleben stabil und menschlich halten.

In Zeiten großer Herausforderungen braucht es nicht lautere Extreme, sondern mehr Besonnenheit, Dialog und Zusammenhalt.

Mit kollegialen Grüßen


Wilhelm Waldner
Vorsitzender der FCG-Bundespensionist:innen